Regulativmedizin - Mehr als eine Alternative
Erweitertes Verständnis von Krankheit und Gesundheit

Vögel

 Ganzheitliche Therapieverfahren in der Praxis verlangt die wenigste invasive Medizinanzuwenden!

Die Zukunft der Tiermedizin liegt in der Kombination der Vorteile der Regulationsmedizin und der konventionellen Medizin. Tierärzte sollten in der Lage sein, die besten Optionen für eine optimale Gesundheitsfürsorge für das Tier anbieten zu können. Ob in eigener Praxis oder durch Überweisung an Fachkollegen.

Die Regulationsmedizin bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Therapieform einer Praxis zu erweitern.

Die Anerkennung der Tiermedizin durch die Öffentlichkeit wird sich durch diese Bemühungen noch weiter verbessern.

Vogelbiologie

Homöopathie ist bei Vogelpatienten sehr erfolgreich. Vögel sprechen auf energetische Heilweisen besonders gut an. Eigene Erfahrungen bestätigen die Literatur dazu.

Eigener Erfahrungsbericht:

Während eines Bereitschaftsdienstes riefen mich Stundenten der Hochschule für Architektur in Weimar zu einem auf dem Rücken liegenden Rabenvogel im nahe gelegenen Park der Universität um Hilfe. Hilfe zur Befreiung aus der Rückenlage führte mehrmals nicht zum Erfolg, den Vogel auf die Beine zu stellen. Nach vergeblichen Repositionsversuchen setzte ich Arnica C30 (Traumamittel) in Form einer oralen Gabe ein. Der Vogel richtete sich kurz darauf ohne fremde Hilfe unter den Augen der Studenten selbstständig auf seine Vogelfüße und hüpfte davon, als ob das Vorausgegangene nie stattgefunden hätte.

• Um das richtige Mittel zu finden, sollte der Tierarzt nicht nur die körperlichen Symptome untersuchen, sondern sich auch mit den emotionalen und mentalen Problemen des Vogels auseinandersetzen. Wer Vögel regulationsmedizinisch behandeln möchte, sollte dennoch auch in der konventionellen Vogelmedizin gut versiert sein.

• Wenn Vögel in die Praxis gebracht werden, sind sie bereits chronisch krank. Deswegen muss zuerst die konventionelle Medizin zunächst die Methode der Wahl sein, um die lebensbedrohliche Krise zu beherrschen. Bakterielle Infektionen treten bei Vögeln wesentlich häufiger auf als bei Hunden und Katzen. Oft lässt sich eine antimikrobielle Therapie nicht vermeiden.

• Vögel werden in der Regel nicht geimpft. Deswegen gibt es auch keine Impfproblematik.

• Das Verhalten von Vögeln ist schwer von normalem und nicht artgerechten Verhalten zu unterscheiden. Schon gar nicht mit dem Verhalten bei Säugern zu vergleichen. Daher ist es schwierig, über mentale Symptome zu einem Arzneimittel aus der Homöopathie zu finden.

• Die „altmodische“ Version der Vogelfütterung mit Samenkörnern und dem Versuch, diese Ernährung mit Mineralstoffen und Vitaminen zu ergänzen, scheitert.

4.0 Regulationsmedizin bei Vögeln und Exoten

 4.1 Allgemeines zur Regulationsmedizin bei Vögeln u. Exoten

  • Vögel      sind die „Meister“ im verstecken von Krankheiten, die sie über      Wochen und Monate bis zu Jahren verbergen können, ohne dass der Besitzer      davon etwas mitbekommt.

           Vögel sind sehr emotionale Tiere, im Gegensatz zu Exoten, Reptilien oder Schlangen.

  • Durch      die konventionelle Medizin und dem damit verbundenen Handkontakt erleiden sie mehr Schaden, als sie durch Therapie erfahren.
  • Regulationsmedizin  ist für Vögel meist weniger belastend und wirkt günstiger als durch die konventionelle Medizin.
  • Werden      allerdings Methoden der Regulationsmedizin mit konventionellen      Behandlungsansätzen kombiniert, kann das den Heilungserfolg steigern und      gleichzeitig die unerwünschten Nebenwirkungen der konventionellen      Medizin begrenzen.

Konventionelle Medizin ist bei chronischen Erkrankungen dieser Tiere nur selten erfolgreich!

Durch den Einsatz alternativen Therapieformen wie Akupunktur, Phytomedizin, Homöopathie und Ernährungsumstellung erhöht sich die Chance einer Heilung auch bei chronischen Erkrankungen.

Therapeutische Entscheidungen sollten immer erst dann gefällt werden, nachdem die mentale und emotionale Lage des Patienten eingeschätzt, seine Krankheit erkannt, der Ernährungsstatus erfasst und seine Umwelt beachtet wurde.

Vögel werden häufig von ihren Besitzer nicht sehr gut verstanden, die meist nicht in der Lage sind, Verhaltensstörungen von normalen Verhaltensweisen zu unterscheiden.

Vögel verbergen ihre Krankheiten offenbar als eine Art Überlebenstaktik. Wilde Vögel stoßen kranke Tiere oft aus der Gruppe aus, weil diese Raubvögel anziehen könnte.

Man muss bei Vögeln eher von einer chronischen, schweren Erkrankung ausgehen, wenn sie in sie in der Praxis vorgestellt werden.

Bei der Erstellung von Diagnosen und Behandlungsplänen sollte der Tierarzt immer daran denken, dass Patienten kränker sein können, als dies offensichtlich ist.

Reptilien und Amphibien sind nicht so intelligent und nicht so emotional wie Vögel. Sie scheinen nicht so schnell von einer Fixierung oder Therapeutischen Maßnahme gestresst zu sein. Aber auch sie sind in der Lage, Krankheiten über sehr lange Zeit zu erdulden und sind darum oft ebenso krank wie Vögel, wenn sie in die Praxis gebracht werden.

4.2 Ernährung

4.2.1       Allgemeines zur Vogelernährung (1-6)

 Die „altmodische“ Version der Vogelfütterung mit Samenkörnern und dem Versuch, diese Ernährung mit Mineralstoffen und Vitaminen „auszugleichen“, sollte tunlichst ad acta gelegt werden.

Futtermittel mit hohem Gehalt an Fett, Zucker, Salz oder Konservierungsstoffen sollten ganz vermieden werden.

Allgemeine Ernährungsrichtlinien für Vögel gelten im Handel in erster Linie für Psittaciden, mit einigen Verweisen auf Passeridae (Sperlingsvögel) und anderen Volierenvögel.

Die Ernährung von Raubvögeln wird überhaupt nicht erwähnt.

In ihrer natürlichen Umgebung nehmen Psittaciden eine Vielfalt von verschiedenen Futtermitteln auf, darunter auch Nüsse, Samen, Getreidekörner, Keime, Blätter, Früchte und Insekten. Manche fressen sogar Fleisch in Form von Mäusen, kleinen Vögeln oder Aas.

Typischerweise fressen Vögel nur eine einzige Futterart, wenn davon genügend vorhanden ist. Können sie dieses Futter nicht mehr bekommen, löst der Hunger das natürliche Futtersuchverhalten aus und treibt sie dazu, andere Futterquellen zu finden. Bekommen sie aber immer genügend Samen angeboten, verlieren sie dieses natürliche Futtersuchverhalten und fressen nur noch Samen. Das Angebot von anderen Futtermitteln ändert selten die Situation eines „Samenabhängigen“. Am wirkungsvollsten ist es, die Menge aller zur Verfügung stehenden Futtermittel zu reduzieren.

1.     Fütterungszeiten/Futterauswahl

Vögel sollten zweimal täglich gefüttert werden. Dies entspricht in etwa dem normalen Futtersuchverhalten der Vögel in freier Wildbahn.

Bei ad libidum einer Futterbereitstellung wird dieses Suchverhalten unterdrückt und die Vögel fressen zuviel und werden zu fett.

Morgens sollten Samen oder Trockenfutter gefüttert und nach einer Stunde wieder entfernt werden. Abends sind dann Früchte, Käse, Fleisch, Ei und Gemüse zu verabreichen.

2.     Fertigfuttermittel

Pelletierte Futtermischungen sind landläufig zu erhalten und zu füttern. Sie sind ausgeglichener als reine Samenfütterung. Sie sollte die Basisfütterung sein und als Zugaben und Ergänzung zu frischen Futtermitteln sein.

3.     Selbstgekochtes für Psittaciden

Wie bei allen Tieren stellen Vielfalt und Frische die Grundbausteine einer guten Vogelernährung dar. Die Basisration sollte zu gleichen Teilen aus gekochten Bohnen (weiße, rote), Reis, Mais und Fertigfuttermischung bestehen. Gekochte Quinonakörner können eine Ergänzung sein. Frische Bestandteile wie Blattgemüse, Süßkartoffeln, Früchte und Käse werden abwechselnd angeboten. Die Grundmischung hält bei Zimmertemperatur nicht länger als 3-4 Stunden.

Portionierungen als Gefriergut ist eine Alternative. Dieses sollte schonend im Kühlschrank aufgetaut werden.

4.     Kanarien und Finken

Beide Vogelarten fressen vornehmlich Samen. Daher sollte das Grundfutter zu 50% der Gesamtration aus Samen bestehen. Samen sind in der kleinen Körnergröße anzubieten. Dazu eignet sich der Samen von Kanariengras, Bilsenkraut, Hirse und Mohn. Aber, Kanarien und Finken können nicht ausschließlich von Samen gedeihen. Es gibt auch Weichfresser unter den Finken und Sperlingen, die mit Insekten gefüttert werden sollten.

5.     Beos und Tukane

Bei Beos und Tukanen sollten 75% der Fütterung aus fertigen Mischungen bestehen. Die restlichen 25% sollten Frischfuttermittel wie Früchte, Rosinen, Trauben, Bananen usw. sein. Auch Rinderhack sollte als proteinreiches Futter dazu gegeben werden. Das Weichfutter kann durch eine Multivitamin- und Mineralstoffmischung ergänzt werden.

Beide Vogelarten neigen zu Haemochromatosis, einer Eisenspeicherkrankheit, bei der Eisen vermehrt in der Leber abgelagert wird. Mischungen mit wenig Eisen beugen dieser Erkrankung vor. Mineralstoffmischungen sollten daher auch kein Eisen enthalten.

Tukane sollten immer wieder eine Maus oder anderes Fleisch zu fressen bekommen.

6.     Lories und Nymphensittiche

Fertige Lori-Nektarmischungen statt Nektarersatzmischungen (Honig + Dickmilch) ist das Mittel der Wahl. Gemüse und Früchte als Zusatzfutter ad libidum.

Die Lori-Nektarmischungen können mit einer geringen Menge an Flohsamen (Samen von Plantago afra) und anderen Ergänzungsfuttern bei jeder Fütterung optimierte werden.

Futterinhaltsstoffe:

  • Grünfutter:      ist in den Fertigmischungen viel zu wenig enthalten; Ergänzungen immer,      Algen, gekeimtes Weizengras; zusätzliche Gaben von Grünfutter optimiert      das Angebot;
  • Gastrointestinale      Säuerungsmittel: der Verdauungstrakt der Lories benötigt ein saures      Milieu, als es die Nektarmischungen bieten können; Candida-Infektionen      können bei Nichtbeachten die Folge sein;
  • Rohfaseranteile      in den Fertigfuttern: Flohsamen fördern über deren hohen Anteil an      Rohfaser die Verdauung.

4.2.2 Ernährung anderer Exoten

 

-        Leguane

Die Nahrung sollte zu 80% aus pflanzlichen Bestandteilen und zu 20% aus tierischen Eiweißlieferanten bestehen;

90% des pflanzlichen teils sollte aus frischem Gemüse bestehen, wobei Blattgemüse wie Grünkohl, Luzerne, Brokkoli oder Löwenzahnblätter wegen des hohen Kalziumgehaltes vorzuziehen ist;

10% der Futterpflanzen sind Früchte wie Feigen, Papaya, Aprikosen, Melonen usw.

Tierische Lieferanten sind Insekten, Fische, Würmer oder Hunde- oder Katzendosenfutter.

-        Kaninchen

Kaninchen sind strickte Pflanzenfresser; Süßgräser, blaue Luzerne sind die Pflanzen der Wahl.

Kaninchenfertigfutter muss viel Rohfaser und 18-24% Rohprotein enthalten, um 60% einer Futterration auszumachen.

Sowohl Obst als auch Gemüse kann in geringen Mengen angeboten werden. Die bei Leguanen angebotenen Gemüsearten können hier verwendet werden.

-        Frettchen

Sie sind Fleischfresser! Ein kleiner Verdauungstrakt gebietet das Futter in kleine Mengen öfter anzubieten. Ad libidum Fütterung ist bei nicht fetten Tieren zu empfehlen!

30% und mehr als Protein und 20-30% Fett ist optimal.

Frisches Muskelfleisch oder Organfleisch (Herz/Magen) sind anzubieten.

Kleine Mengen an Obst (Honigmelone), Eier, Milchprodukte und Müslimischungen sind zu ergänzen.

- Zusatz bei antimikrobieller Therapie

Während oder nach einer Therapie mit chemisch-synthetischen Präparaten (Antibiotika u.a.) können Diätmischungen mit hohem Rohfaseranteil, Laktobazillus-Kulturen und Ulmenrinde zur Beruhigung der Schleimhaut und zum Wiederaufbau der Darmflora angeboten werden.

4.3  Homöopathie bei Vögeln

 

Sie scheint bei Vogelpatienten seht gut zu wirken. Vögel sprechen auf die energetische Heilweise besonders gut an. Eigene Erfahrungen bestätigen die Literatur dazu.

Eigener Erfahrungsbericht:

Während eines Bereitschaftsdienstes an einem Samstag riefen mich Stundenten der Hochschule für Architektur in Weimar zu einem auf dem Rücken liegenden Rabenvogels im nahe gelegenen Park der Universität um Hilfe. Hilfe zur Befreiung aus der Rückenlage führte mehrmals nicht zum Erfolg, den Vogel auf die Beine zu stellen. Ich befand mich erst in einer kurzen Zeit nach meiner Fortbildung zur Zusatzbezeichnung „Homöopathie“, also mit wenig praktischer Erfahrung auf diesem Gebiet. Nach vergeblichen Repositionsversuchen setzte ich Arnica C30 in Form einer oralen Gabe ein. Der Vogel richtete sich sofort ohne fremde Hilfe unter den Augen der Studenten selbstständig auf seine Vogelfüße und hüpfte davon, als ob das Vorausgegangene nie stattgefunden hätte“.

Um das richtige Mittel zu finden, sollte der Tierarzt nicht nur die körperlichen Symptome untersuchen, sondern sich auch mit den emotionalen und mentalen Problemen des Vogels auseinandersetzen (siehe oben Erfahrungsbericht; Arnica ist ein Traumamittel!)

Wer Vögel mit regulationsmedizinischen Methoden behandeln möchte, sollte dennoch auch in der konventionellen Vogelmedizin gut versiert sein.

  • Wenn      Vögel in die Praxis gebracht werden, sind sie bereits chronisch krank.      Deswegen muss zuerst die konventionelle Medizin zunächst die Methode der Wahl      sein, um die lebensbedrohliche Krise zu beherrschen. Bakterielle      Infektionen treten bei Vögeln wesentlich häufiger auf als bei Hunden und      Katzen. Oft lässt sich eine antimikrobielle Therapie nicht vermeiden.

Vögel werden in der Regel nicht geimpft. Deswegen gibt es auch keine Impfproblematik.

Das Verhalten von Vögeln ist schwer von normalem und nicht artgerechten Verhalten zu unterscheiden. Schon gar nicht mit dem Verhalten bei Säugern zu vergleichen. Daher ist es sehr schwierig, mit den Rubriken der mentalen Symptome umzugehen.

 Das richtige Einschätzen des mentalen Zustandes eines Vogelpatienten ist der schwierigste Teil beim Herausfinden des richtigen homöopathischen Mittels.  

  • Normales      Verhalten wie in der freien Wildbahn tritt beim Käfigtier nie mehr auf.      Sexuelle Frustration, wenig Bewegung, wenig Beschäftigung können bei den      hoch sozialen und emotionalen Vögeln zu starken psychologischen Störungen      führen. Situationsbezogener Stress muss von gestörten Verhaltensweisen      unterschieden werden, um das richtige Mittel zur Heilung zu finden. Nur      wirklich pathologische mentale Anzeichen sollten für die Diagnose      verwendet werden.

Pathologische Symptome auf der emotionalen und mentalen Ebene, wie gesteigerte Ängstlichkeit, hektisches Benehmen eines sonst ruhigen Vogels usw. zeichnen sich durch ungewöhnliche, uncharakteristische Reaktionen auf normale Situationen aus.

Inzucht tritt bei Vögeln sehr selten auf und die meisten Tiere sind Fänge aus der freien Wildbahn. Daher treten bei Vögeln die tief greifenden Miasmen wesentlich seltener auf als bei Säugetieren. Meist werden schnell wirkende Mittel für kurze Zeit verschrieben.

4.4 Homöopathie bei anderen Exoten

Andere Tiere als Vögel  lassen sich sehr gut mit Homöopathie behandeln. Kaninchen, Frettchen und Reptilien sind dankbare Patienten.

4.5 Bachblütentherapie bei Vögeln

Es gibt 38 Bachblütenessenzen. Der englische Arzt Dr. Edward Bach schuf diese Alternativmedizin. Die Bachblüten arbeiten ähnlich wie die Homöopathika, sie werden auch nach Ähnlichkeit eingesetzt. Vor allem bei emotionalen Krankheitsbildern wie Ärger, Angst, Furcht, Aggressivität, Unsicherheit, Stress usw. sind sie indiziert. Dabei werden oft mehre Essenzen bei einer Mischung kombiniert, um gemischte Emotionen zu behandeln.

Meist kommen die Bachblüten zusätzlich zu anderen Therapieformen zur Anwendung.

Notfalltropfen, ein Mischtherapeutikum, können bei Vögeln, die unter Stress stehen, sehr gute Wirksamkeit entfalten. Unter Stress stehen die meisten Vögel, die in der Praxis vorgestellt werden.

Die Mischung kann auf das Gefieder, als Raumspray oder auch oral verabreicht werden.

4.6 Westliche Phytotherapie, Organotherapie und Ergänzungsfuttermittel

           bei Vögeln

 

4.6.1       Phytotherapie

Westliche Kräuter können einfach verabreicht werden.

Angaben zur Dosierung sind schwierig, da die Kräuter in unterschiedlichen Potenzen vorliegen, sollten mit einer niedrigen Dosierung beginnen und sich langsam zu einer Dosis hocharbeiten, die den gewünschten heilenden Effekt erzielen kann.

Es stehen Hunderte verschiedene Kräuter zur Auswahl.

Die anzuwendende Dosis hängt von verschiedenen Faktoren ab; so z.B. 

  • vom      Gewicht des Patienten, der Konzentration an wirksamen Inhaltsstoffen in      der gewählten Zubereitungsform und der Resorption der Inhaltsstoffe.

Es gibt bisher keine standardisierte, wissenschaftlich belegte Dosierungsmethode in der Tierheilkunde. Veterinärmediziner haben schon immer durch Versuch und Irrtum die korrekte Dosis festgestellt. Zu beachten ist, dass es bei pflanzlichen Heilmitteln in der Regel länger dauert, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Dem Heilkraut muss immer eine genügend längere Zeit belassen werden, um seine volle Wirkung zu entfalten.

 - Heilkräuter der westlichen Phytotherapie bei Vögeln

 

  • Ulmenrinde      ( bei Entzündungen des gastrointestinalen Traktes, bei Parasiten)
  • Roter      Sonnenhut (antibakteriell, antiviral)
  • Knoblauch      (antimikrobiell)
  • Baldrian      (Sedativum, beruhigend)
  • Mariendistel      (hepatoprodektiv, hepatoregenerativ)
  • Kanadische      Gelbwurz (entzündungshemmend, adstringierend, diuretisch, laxativ)
  • Ringelblume      (lokales Mittel zur Wundheilung)
  • Aleo      vera (lokales Mittel bei Verbrennungen an den Füßen, beschleunigt      Hautheilung)
  • Löwenzahn      (bei Leber-und Gallenblasenproblemen, stimuliert die Gallenproduktion,      Tonikum)

4.6.2       Organotherapie

Sie wird bei Vögeln, Kaninchen, Frettchen und anderen exotischen kleinen Tieren eingesetzt.

Bei Vögeln ist sie eine Methode, um die Leberprobleme dieser Tierart mit der Leber-Organotherapie zu therapieren.

Der korrekte Einsatz der Organotherapie setzt die Diagnose einer Entzündung oder einer Organsystemschädigung voraus.

Die Organotherapeutika stehen in Verbindung mit dem Organ, das gestört ist.

Bei Vögeln kommen am häufigsten folgende Organotherapeuthika zum Einsatz:

  • Lebergewebe
  • Schilddrüsengewebe,      bei ungenügendem Wachstum der Federn
  • Nierengewebe

4.6.3 Ergänzungsfuttermittel

Ergänzungsfuttermittel enthalten Vitamine, Mineralstoffe, Koenzyme und Kofaktoren. Sie werden zur Verbesserung der Funktionen der Körpersysteme, z.B. des Immunsystems, verabreicht.

Wichtige Ergänzungsfuttermittel:

  • ẞ-Carotin,      da Vögel immer unter Vitamin A –Mangel leiden, sollte grundsätzlich ẞ-Carotin zugefüttert werden
  • Selen,      in geringen Mengen, da Vergiftungsgefahr
  • Vitamin-E      als Radikalfänger, zusammen mit Zink, Kupfer, Eisen, Selen.
  • Vitamin      –C kann als essentielles Vitamin von Meerschweinchen nicht selbst      produziert werden
  • Flohsamenschalen      sind Rohfaserlieferanten, Kaninchen sind oft durch Enterotoxämie      gefährdet, da sie zu wenig davon angeboten bekommen




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